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Neueste Werke

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Apfelbilder

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Über Malerei

Ich vergleiche mein Handwerk gerne mit dem des Bäckers. Ein Brot und ein Bild. Der Teig des Bildes entsteht im Auftrag der Farbe, dem Teilen der Fläche, der Wahl des Materials. Irgendwie muss es durch die Arbeit gelingen etwas Kostbares herzustellen, sonst ist das Ganze vergebliche Mühe.

Die Verwandlung von der Beliebigkeit in das Wertvolle ist notwendig. Oft ist schwer zu unterscheiden, ob diese Verwandlung nur im Kopf stattfindet, begründet in einer euphorischen Stimmung, oder ob sie materiell mit dem Bild geschehen und wirklich ist. Das Aufscheinen von Kostbarkeit kann aber auch von mir in einer Phase der Verzweiflung während der Arbeit übersehen, wieder zerstört werden in der Unrue der Umformung.

Was hält sich und was hält sich nicht. Die Malerei ist ein schmutziges Handwerk. Es fällt Erde an, und es sollte auch ein Hauch davon bleiben beim fertigen Bild. Nicht zu sauber werden, nicht alle Erde abwaschen. Manchmal denke ich auch, dass die Malerei verbraucht und erschöpft sei heute; und verfolgt durch Vorwürfe und Kritik: Alles schon gesagt, alles getan, das Beste vorbei. Die Versuchung liegt nahe, zu glauben, dass heute andere Bildmedien besser geeignet sind, um die Existenz zu überdenken.

Vielleicht sind sie unverbrauchter und unbelasteter durch lange Tradition. Aber es gibt auch Zeiten, in denen ich arbeite und überzeugt bin, dass auch noch in der Malerei unverbrauchte Bilder zu finden sind, die glaubwürdig Zeugnis ablegen über unser Leben, einfache Aussagen ohne den Scheingeist des Zynismus.

Dokumentarische Kommentare, Einmischungen, Überlegungen, die Materie geworden sind durch Papier oder Stoff und etwas Farbe, die in einer gewissen Ordnung über eine Fläche verteilt sind. Diese Fläche kann gross sein oder auch nur Taschenformat haben.

Aber die Malerei ist immer noch. Brot gibt es auch immer noch. Aber "der Mensch lebt nicht vom Brot allein...".

 

Willi Müller, 28. Februar 2007

 

 

Bilderwand und Bildersturm

(ikonostase und ikonoklasmus)

 

Warum habe ich auch nach dreissig Jahren immer noch so grosse Freude an der Arbeit mit Bildern? Dabei ist diser Beruf so unberechenbar.

Man kann an keinem Morgen den Weg des Tages genau abstecken, den Arbeitsplan ausführen. Es kommt immer anders. Manchmal kann man zügig aufbauen, die Bildergebäude wachsen, und dann ertappt man sich dabei, dass man die Mauern wieder einreisst. Sie stehen am falschen Ort. Es kann alles schief sein, und es stimmt doch alles.

Dann wieder ist alles gerade, aber nichts stimmt. Die Bilderwand ist eine Ausstellungsform des Mittelalters, auch der Armut. Kleine Bilder (Opfergaben) werden in der Kirche mehr oder weniger willkürlich neben und übereinander platziert. Kostbarkeiten neben Kitsch.

Die Bilderwand ist in Bewegung, die Zeit verändert sie. Bilder kommen dazu, andere werden abgehängt. Und hie und da kommt ein Bildersturm. Alles oder fast alles wird weggeworfen, zerstört. Die Wand wird leer. Sie wird reformiert. Bis es wieder zu wachsen beginnt, wie im Wald nach dem Sturm.

Die Menschen fangen wieder an, Bilder zu installieren, oder Dinge. Sie werden mit Absicht in Beziehung zueinander gesetzt oder absichtlich nicht. Und immer fängt es von vorne an, wie in meiner Arbeit mit den Farben. Es wird voll, und alles leert sich wieder aus. Es gibt nur kleine Momente wo das Ganze innehält. Da stehe ich mit meiner kleinen Ausstellung: Zwischen Bilderwand und Bildersturm.

 

Willi Müller, 6. September 2004

 

 

 

zeichnungen

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Quartier

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Ich muss mich unendlich irren

Impressionen

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Die Verteidigung des Ganzen

Früher haben mich Maler wie Derain oder Amiet aufgeregt. Dieses Lavieren zwischen entschiedenen Positionen sah ich als Schwäche. Im Bild waren sie Impressionist, Expressionist oder schwankten gar auf noch ältere Positionen zurück, aber sie waren keines ganz.

Heute sehe ich das anders. Das Halten einer Mitte, im Notfall schwankend, unentschieden wirkend, sehe ich als eigene Qualität. Sich nicht vereinnahmen lassen von einer bestimmten Haltung. Das Uralte in der Malerei nicht aufgeben wollend und doch sich ausstrecken nach Neuem, nach Anderem, zögerlich, langsam, Schritte vorwärts machend aber notfalls zurückweichend: Ein ängstlicher Übermut im Setzen der Farbe, im Festhalten an Form und sogar Gegenstand und doch wieder alles verlierend.

So bleibt die Malerei armselig, in einer Art Rohzustand, fragmentarisch, aufscheinend, mehr Fragen als Antworten aufweisend. Sie soll aber den Diskurs der Zeit halten und die alten grossen Fragen der Menschheit bedenken. In der Gefahr der Schwere soll sie das Leichte anstreben. Ohnehin halte ich es mit Manet, der sich auch im Alter die Option offenhielt, gelegentlich "nur" einen Blumenstrauss oder ein paar Fische zu malen

 

Willi Müller, August 2012

Kunst am Bau

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Atelier

Das Atelier von Willi Müller befindet sich in Jens.

Weitere Fotos aus dem Atelier von Willi Müller finden Sie hier

Vita

ausstellungen

Einzel- und Zweierausstellungen

2018 Galerie da Mihi, Bern

2017 Galerie Meier, Arth Goldau

2016 Galerie Vinelz, Vinelz

2016 Galerie Silva Denzler, Zürich

2016 Galerie Mäder, Basel

2014 Galerie Kunstkeller, Bern

2014 Galerie Mäder, Basel

2012 Schloss Schöftland, Schöftland

2012 Art Etage, Biel

2011 Galerie Kunstkeller, Bern

2010 Galerie Selz, Perrefitte

2009 Kunstwerkraum, Ins

2009 Galerie Vinelz, Vinelz

2008 Galerie Kunstkeller, Bern

2005 Galerie Kunstkeller, Bern

2004 Altes Spritzenhaus, Nidau

2004 Galerie Susanna Rüegg, Zürich

2003 Galerie Vinelz, Vinelz

2002 Galerie Kunstkeller, Bern

2001 «Nachsommer» Von Rütte-Gut, Sutz

2000 Galerie Vinelz, Vinelz

1999 Galerie Kunstkeller, Bern

1998 Galerie Schürer, Biel

1997 Galerie Ist, Burgdorf

1995 Galerie im Amtshimmel, Baden

1995 Galerie Ist, Burgdorf

1995 Galerie Vinelz, Vinelz

1994 U-Galerie, Zürich

1994 Galerie Schürer, Biel

1993 Galerie Ist, Burgdorf

1992 «Industrieausstellung» Intermilch, Bern

1990 Galerie im Amtshimmel, Baden

1989 Galerie im alten Schützenhaus, Zofingen

Gruppenausstellungen

2014 «gastspiel 02» Trudelhaus, Baden

2013 «Vom Boden aus» Stadtkirche, Biel

2002 «Open 02» Projekte in der Pasquartkirche und Stadtkirche, Biel

2001 Positionen aus der Sammlung Kunsthaus Pasquart, Biel

1993 «Inspirationen» Landenberg, Sarnen

1992 «Inspirationen» Ausstellungsreihe «das Rad", Deutschland

1991 «Endstand» Galerie Alzbach, Reinach

1990 + Jahresausstellungen der Kunstszene, Biel

1989 «Dialoge» GSMBA Aargau, Kunsthaus Aarau

1988 «Köpfe» Galerie im Trudelhaus, Baden

1987 Stiftung für ganzheitliche Medizin, Langenthal

Projekte und Aufträge nach Wettbewerben

2017 Dialog XV, Darmstadt Deutschland

2002 Steinlithografie bei Gassmann AG, Biel

1999 Glockengestaltung, Ipsach

1996 Wandbild in Mehrzweckgebäude, Ipsach

1995 Vier Glasfenster in der Kirche Neuenegg, Neuenegg bei Bern